Projekte

 
 
Kinderarmut in Deutschland – Hilfe tut Not
In Deutschland nimmt die Armut von Jahr zu Jahr zu - hierzulande leben zwischen 2,2 und 2,8 Millionen Mädchen und Jungen am Rande des Existenzminimums. Anders ausgedrückt: Jedes 6. Kind ist nach Einschätzung von Sozialverbänden arm. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen bezeichnete das in einem Dewezet-Interview „als eines der beschämendsten Probleme unseres Landes“. Seit November 2007 kämpft die Aktion „Kinder in Not“ auch gegen Kinderarmut in Deutschland. Projekte sind in Vorbereitung. Auch soll Kindern, die durch Unglücke in Not geraten sind, unbürokratisch geholfen werden. Das Kinder-in-Not-Telefon hat die Nummer: 05151/200-413.

Arzneimittel-Hilfe für die Kinder-Intensivstation in Pazardzik (Bulgarien)
In Bulgarien unterstützt "Kinder in Not" seit nunmehr sechs Jahren ein Kinderkrankenhaus, finanziert den gesamten Bedarf an Antibiotika. So ist es gelungen, sehr viele vom Tod bedrohte Kinder zu retten. Die Kindersterblichkeit in dieser Abteilung geht inzwischen gegen null. Allein im Jahr 2007 konnten nach Angaben der Ärzte vor Ort 350 Kinder vor dem sicheren Tod gerettet werden. Deutsche Ärzte untersuchen und behandeln seit Jahren ohne Bezahlung vor Ort Kinder, die in Lebensgefahr schweben. Kinder, die ob der extremen Armut nur noch aus Haut und Knochen bestehen.

Kampf gegen Hospitalismus im "Mutter-und-Kind-Haus" von Pazardzik
Im Waisenheim von Pazardzik läuft ein deutsch-bulgarisches Pilotprojekt. Es heißt "Wärme, die von Herzen kommt". Die Aktion "Kinder in Not" hat als ersten Schritt vier Sozialpädagoginnen angestellt. Sie beschäftigen sich mit den zuvor eher lieblos "verwahrten" Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren, um Hospitalismus (Krankheit durch Vereinsamung) entgegenzuwirken. Mit Erfolg. Das bulgarische Gesundheitsministerium ist Partner dieses in dieser Art einmaligen Projekts.

Suppenküche in den Schulen von Pazardzik
"Kinder in Not" betreibt gemeinsam mit dem Bulgarischen Roten Kreuz und der Stadtverwaltung Pazardzik eine Suppenküche für 100 Not leidende Kinder (ein Menü kostet 50 Cent).

Ferienfreizeiten für Waisenkinder
"Kinder in Not" finanziert bis zu drei Monate währende Ferienfreizeiten in Bulgarien für Waisenkinder.

Hilfstransporte - Ihre Spenden kommen an, weil wir sie hinbringen
"Kinder in Not" bringt vier- bis achtmal pro Jahr per DRK-Hilfskonvoi Medikamente und Nahrungsmittel in die Region Pazardzik. Deutsche und bulgarische Rotkreuz-Helfer verteilen die Spenden direkt vor Ort an Bedürftige. Der 1. Einsatzzug der DRK-Bereitschaft Marienau (Zugführer Michael Bretzing) transportiert die Hilfsgüter ins 2500 Kilometer entfernte Krisengebiet.

Nothilfe - Sofortmaßnahmen gegen Hunger und Kälte
"Kinder in Not" unterstützt in Pazardzik Waisen- und Behindertenheime mit gespendeten Nahrungsmitteln, renoviert Schlafräume, Sanitär- und Heizungsanlagen in Kinderheimen.

"Kinder-in-Not-Haus" - Hilfe für Straßenkinder
In der südbulgarischen Stadt Pazardzik hat "Kinder in Not" am 21. September 2003 ein ehrgeiziges Straßenkinder-Projekt gestartet. Die Stadtverwaltung hat dafür ein 2.000 Quadratmeter großes Grundstück zur Verfügung gestellt. Das gemeinsame Projekt des DRK-Kreisverbandes und der Dewezet wurde mit Hilfe des Großspenders Johannes-Karl Dittmar aus Hameln und der Schauspieler Sonja Kirchberger und Ken Duken verwirklicht. Die Rotary Clubs Bad Pyrmont und Pazardzik unterstützten das "Kinder-in-Not-Haus" mit 20.000 Euro. Die Aktion Mensch half mit 37.000 Euro.

Müllkinder - auf dem Berg der Hoffnungslosen
Kinder, die bislang daran gewöhnt waren, auf einer Müllkippe nach Essensresten zu suchen, werden von unserem Partner, dem Bulgarischen Roten Kreuz, täglich mit Brot versorgt. Die Kosten dafür bezahlt "Kinder in Not" aus Ihren Spenden. Ein Weißbrot kostet 50 Cent. Weil Menschen aus dem Weserbergland nicht die Augen verschließen vor der Not auf dem Balkan, kann die Aktion „Kinder in Not“ täglich 250 hungernde Schulkinder mit einer warmen Mahlzeit versorgen. Ein Essen kostet 99 Cent. 20 Kinder, die bislang nicht zur Schule gingen, weil sie auf der Müllkippe nach Essensresten und Wertstoffen graben mussten, besuchen inzwischen wieder regelmäßig den Unterricht – weil sie wissen: „In der Schule müssen wir nicht hungern.“

Bescherung: Momente des Glücks schenken
An jedem 3. Advent begleitet der Weihnachtsmann aus Deutschland den Weihnachtskonvoi des Roten Kreuzes. Auf dem Balkan werden seit 1992 Pakete an Kinder in Not verteilt, die von Lesern der Deister- und Weserzeitung liebevoll gepackt wurden.

Sonderprojekt Journalistenausbildung in Bosnien-Herzegowina
In Mostar (Bosnien-Herzegowina) leistet Redakteur Ulrich F. Behmann seit mehr als fünf Jahren Hilfe zur Selbsthilfe. Unter anderen unterstützt er als Professor und ständiges Mitglied des Fakultätsrates die Journalistische Fakultät der Universität Mostar bei der Ausbildung des studentischen Nachwuches.